
Wer ist der Autor? Schreiben mit KI
Künstliche Intelligenz kann Texte formulieren, gliedern, überarbeiten und ganze Buchprojekte unterstützen. Doch wer ist dann der Autor? Derjenige, der jeden Satz selbst geschrieben hat? Oder derjenige, der das Werk wollte, geistig führte, prüfte und verantwortet? Dieses Buch geht von der aktuellen Debatte über das Schreiben mit KI aus, führt aber weit darüber hinaus. Es fragt, was Autorenschaft im tieferen Sinn bedeutet: Intention, Urteilskraft, geistige Werkleitung und Verantwortung. Dabei wird deutlich: KI kann ein mächtiges Werkzeug sein. Aber sie besitzt kein eigenes Anliegen, kein personales Zentrum und keine Verantwortung. Autorenschaft verschwindet daher nicht. Sie verändert sich. Die entscheidende Frage lautet nicht, ob KI beteiligt war. Die entscheidende Frage lautet, ob ein Mensch das Werk gewollt, geprüft und verantwortet hat. Ein Text kann erzeugt werden. Ein Werk muss gewollt sein.
Kernthese
Autorschaft bemisst sich nicht an eigenhändiger Formulierung jedes Satzes, sondern an Intention, geistiger Werkleitung und übernommener Verantwortung. KI kann Texte erzeugen, aber kein Autor sein, weil Funktionen noch niemand sind und operative Autonomie kein eigener Wille ist. Der Autor bleibt – als derjenige, der das Werk will, führt, prüft und verantwortet.
Zentrale Begriffe
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Ausgaben
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| Print (Paperback) | ISBN 9783696372484 | – |
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