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Eine persönliche Notiz für Alex O'Connor
Alex, eine kurze Überlegung zu deinen Überlegungen über Bewusstsein als grundlegend (Panpsychismus, Idealismus o.ä.).
Solche Modelle laufen fast immer auf ein einziges, kollektives oder kosmisches Bewusstsein hinaus, von dem das individuelle „Ich bin“ nur ein Aspekt oder Fragment wäre. Das widerspricht aber dem tatsächlichen Erleben. Der Mensch empfindet sich nicht als Teil eines größeren Ganzen. Er steht der Welt und den anderen als einzelnes Individuum gegenüber. Das ist das originäre, a priori gegebene Gewahrsein.
Die Erfahrung der „Aufhebung der Trennung“ entsteht erst durch anhaltende meditative oder psychedelische Manipulation, die dieses natürliche Selbstbewusstsein vorübergehend außer Kraft setzt. Das ist keine Offenbarung der Wahrheit, sondern eine veränderte Wahrnehmung.
Gerade die natürliche Individualität dieses „Ich bin“-Bewusstseins ist die Voraussetzung dafür, dass man daraus auf einen personalen Schöpfer schließen kann: „Ich bin, der ich bin“ – nicht ein unpersönliches All-Bewusstsein, sondern ein Gegenüber.
Du könntest das intellektuell nachvollziehen. Die Frage ist nur, ob du bereit bist, das unmittelbare Selbsterleben ernst zu nehmen, statt es in ein größeres Ganzes aufzulösen.
Original auf X: x.com/lebensfunken01/status/2093413115236897114